Marburger Altenhilfe

Unser Konzept

Auf unserer sozialpolitischen Agenda steht gut alt werden in Marburg ganz oben, denn heute und in Zukunft wird es mehr hochbetagte und rüstige ältere Menschen geben als früher.

Ein wesentlicher Trend der letzten Jahre geht dahin, dass man so lange wie möglich in seiner gewohnten Umgebung leben und – falls nötig – dort auch pflegerisch voll versorgt werden möchte. Dies haben Umfragen in den Stadtteilen und in einzelnen Bereichen der Kernstadt ergeben.

Ein kleinerer Teil älterer Menschen hat allerdings den Wunsch in der Gemeinschaft alt zu werden, sie benötigen gute Wohnheimplätze oder wohnen im Gemeinschaftlichen Wohnen mit anderen – nicht nur älteren – zusammen.

Das Konzept der Marburger SPD-Fraktion ist es, die unterschiedlichen Angebote für ältere Mitbürger/innenin der Stadt sicher zu stellen. Ein wesentlicher Baustein ist hierzu die kommunale Altenhilfe der Stiftung St. Jakob, die mit ihrem Angebot im Wohnheimbereich mittlerweile 80 weitere Plätze in der modernsten Wohnanlage des Landkreises in Cölbe anbietet.

Während im Altenhilfezentrum „Auf der Weide“ zusätzliche Heimplätze angeboten werden sollen (weil die Tagespflege nicht mehr so gefragt ist), soll in den nächsten Jahren das Haus in der Sudetenstraße zu einem modernen Altenzentrum umgestaltet werden. Nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wird dort ein für den Richtsberg und die nähere Umgebung quartiersbezogenes und vielfältiges Angebot an Heimplätzen, Betreutem Wohnen im und um die Einrichtung und eine stadtteilbezogene ambulante Versorgung entstehen. Die Besonderheit einer solchen modellhaften Einrichtung besteht darin, dass sie die Bedarfe des Stadtteils bedient. Deshalb soll unter anderem besonderer Wert auf kultursensible Altenhilfe gelegt werden. Während in der Kernstadt und den unmittelbar angrenzenden Stadtteilen älteren Menschen ein breit gefächertes Angebot zur Verfügung steht, fehlen in den weiter außerhalb liegenden Stadtteilen noch verschiedene Angebote, etwa in den westlichen Stadtteilen, in denen die SPD-Fraktion ebenfalls ein quartiersbezogenes Angebot fördern will.

Erfreulich ist auch, dass in vielen Stadtteilen in den letzten Jahren „BürgerInnen-Initiativen“ älterer Mitbürger/ innen entstanden sind, die vor allem auch selbstorganisierte kulturelle Angebote entwickelt haben. Mit dem Beratungszentrum BiP am Rudolphsplatz und der Stabsstelle Altenplanung hält die Stadt Marburg ein Angebot bereit, das unter anderem bei Fragen der Pflege und des Wohnens Hilfe leisten kann und die Vorbereitung aufs Altern erheblich verbessert.

Die Anforderungen an eine offensive, soziale Kommunalpolitik für ältere Mitbürger/innen wandeln sich weiter.

Die Marburger SPD-Fraktion stellt sich diesen Herausforderungen und wird im Dialog mit den Betroffenen und Akteuren im Herbst in einem weiteren Workshop beispielsweise das Thema „Kultursensible Altenpflege“ aufgreifen.